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Senioren im Herbst – Morgens liegt Tau auf den Gehwegen, am Nachmittag wird es plötzlich früh dunkel und unter den Schuhen raschelt das erste Laub. Der Herbst hat seinen ganz eigenen Reiz. Für ältere Menschen bringt die Jahreszeit allerdings auch Veränderungen mit sich, an die man sich erst wieder gewöhnen muss.

Das betrifft nicht nur das Wetter. Im Herbst verbringen wir mehr Zeit drinnen, bewegen uns häufig weniger und manche Wege fühlen sich bei Dunkelheit oder Nässe plötzlich unsicherer an. Wer allein lebt, merkt zudem oft, dass spontane Begegnungen und Unternehmungen seltener werden.

Für Senioren im Herbst lohnt es sich deshalb, den Alltag an einigen Stellen bewusst anzupassen. Dafür braucht es weder ein umfangreiches Fitnessprogramm noch große Veränderungen im eigenen Zuhause. Vieles beginnt mit kleinen Gewohnheiten.

Wenn aus einem normalen Weg plötzlich eine Herausforderung wird

Noch vor wenigen Wochen war die Runde zum Bäcker kein Thema. Jetzt liegen Blätter auf dem Gehweg, es hat geregnet und auf dem Rückweg setzt bereits die Dämmerung ein.

Solche Situationen gehören zum Herbst. Gerade bei älteren Menschen können sie aber dazu führen, dass bekannte Wege zunehmend gemieden werden.

Das Problem dabei: Wer aus Unsicherheit immer häufiger zu Hause bleibt, bewegt sich weniger. Und gerade regelmäßige Bewegung ist wichtig, um Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht möglichst lange zu erhalten.

Deshalb ist nicht Rückzug die beste Antwort auf unsicheres Herbstwetter, sondern ein etwas anderer Umgang damit.

Wenn möglich, können Spaziergänge auf die helleren Stunden des Tages gelegt werden. Ein längerer, ebener Weg ist manchmal die bessere Wahl als die gewohnte Abkürzung über einen unbeleuchteten oder unebenen Weg.

Auch gutes Schuhwerk spielt eine Rolle. Schuhe sollten bequem sitzen und auf nassen Untergründen ausreichend Halt bieten.

Wer sich allein draußen nicht mehr sicher fühlt, kann gemeinsam mit einer vertrauten Person unterwegs sein. Ein Spaziergang muss schließlich kein sportliches Vorhaben sein. Oft geht es einfach darum, vor die Tür zu kommen und in Bewegung zu bleiben.

Bewegung muss nicht nach Sport aussehen

Beim Wort Bewegung denken viele sofort an Gymnastikmatten, Trainingspläne oder lange Spaziergänge. Im Alltag sieht Bewegung oft viel unspektakulärer aus.

Zum Briefkasten gehen. Eine kleine Runde durch die Nachbarschaft machen. Beim Kochen zwischendurch stehen. Gemeinsam zum Wochenmarkt gehen. Ein paar Schritte durch die Wohnung laufen, statt den ganzen Nachmittag sitzen zu bleiben.

Auch solche kleinen Aktivitäten zählen.

Gerade im Herbst kann es hilfreich sein, Bewegung mit etwas Angenehmem zu verbinden. Vielleicht wird aus dem Spaziergang eine Runde mit anschließendem Kaffee. Vielleicht lässt sich ein Einkauf zu Fuß erledigen. Oder man verabredet sich einmal pro Woche mit einer Nachbarin oder einem Nachbarn für eine gemeinsame Runde.

Bei körperlichen Einschränkungen oder bestehenden Erkrankungen sollte natürlich individuell geschaut werden, welche Form der Bewegung geeignet ist. Im Zweifel ist die Hausärztin, der Hausarzt oder eine physiotherapeutische Fachkraft die richtige Anlaufstelle.

Ein Herbst-Rundgang durch die eigene Wohnung

Nicht nur draußen verändert sich im Herbst etwas. Wenn die Sonne früher untergeht, werden plötzlich auch Stellen in der eigenen Wohnung dunkel, die im Sommer kaum aufgefallen sind.

Deshalb ist der Herbst ein guter Anlass, einmal ganz bewusst durch die Wohnung zu gehen.

Wie gut ist der Weg vom Schlafzimmer ins Badezimmer beleuchtet? Muss nachts erst im Dunkeln nach einem Lichtschalter gesucht werden? Liegen Kabel auf einem häufig genutzten Laufweg? Rutscht der kleine Teppich im Flur? Stehen Schuhe oder Taschen direkt im Eingangsbereich?

Was für jüngere Menschen nur lästig ist, kann im Alter zu einer echten Stolpergefahr werden.

Oft lässt sich schon mit einfachen Mitteln etwas verbessern. Eine zusätzliche Leuchte im Flur, ein Nachtlicht oder ein Bewegungsmelder kann Wege übersichtlicher machen. Lose Teppiche lassen sich sichern oder ganz entfernen.

Auch häufig benötigte Gegenstände gehören am besten dorthin, wo sie ohne Strecken, Bücken oder das Steigen auf einen Hocker erreichbar sind.

Den Tag nicht erst beginnen, wenn es draußen schon wieder dunkel wird

Im Sommer bleibt für Unternehmungen gefühlt endlos Zeit. Im Herbst ist das anders. Wer am Nachmittag erst überlegt, noch einkaufen oder spazieren zu gehen, stellt schnell fest: Draußen wird es bereits dämmrig.

Deshalb kann eine einfache Veränderung erstaunlich viel bewirken: Aktivitäten etwas früher planen.

Der Einkauf kann auf den Vormittag gelegt werden. Ein Spaziergang passt vielleicht gut nach dem Mittagessen. Arzttermine oder Besuche lassen sich, sofern möglich, auf die helleren Tagesstunden legen.

Ein fester Rhythmus hilft außerdem dabei, dass Tage nicht einfach ineinander übergehen. Das ist besonders für ältere Menschen wichtig, die nicht mehr berufstätig sind oder nur wenige feste Termine in der Woche haben.

Es muss dabei nicht jeden Tag etwas Großes auf dem Programm stehen.

Montags ein Einkauf. Mittwochs ein Spaziergang mit einer Bekannten. Freitags gemeinsam Kaffee trinken. Auch kleine Termine können einem Tag Struktur geben.

Wenn der Appetit mit dem Sommer verschwindet

Im Herbst verändert sich häufig auch das Essen. Salate und kalte Mahlzeiten machen langsam Platz für Suppen, Eintöpfe und warme Gerichte.

Eigentlich eine gute Gelegenheit für abwechslungsreiche Küche. Kürbis, Möhren, Kartoffeln, Äpfel, Birnen oder verschiedene Kohlsorten haben jetzt Saison und lassen sich unkompliziert zubereiten.

Für manche ältere Menschen besteht die Herausforderung allerdings gar nicht darin, was sie essen könnten. Schwieriger wird vielmehr alles, was davor und danach kommt.

Der Einkauf wird anstrengender. Getränkekisten sind zu schwer. Gemüse zu schneiden dauert länger. Nach dem Kochen wartet noch die Küche.

So kann es passieren, dass Mahlzeiten nach und nach einfacher und kleiner werden oder sogar ausfallen.

Hier lohnt sich ein genauer Blick. Ein großer Topf Suppe kann beispielsweise für zwei Tage reichen. Tiefgekühltes Gemüse spart Vorbereitung. Und gemeinsam zu kochen kann aus einer lästigen Aufgabe wieder einen schönen Teil des Tages machen.

Wenn Appetitlosigkeit länger anhält oder ohne erkennbaren Grund Gewicht verloren wird, sollte dies medizinisch abgeklärt werden.

Auch bei 12 Grad braucht der Körper Flüssigkeit

An einem heißen Sommertag steht das Wasserglas meist automatisch griffbereit. Sobald die Temperaturen sinken, gerät das Trinken leichter in Vergessenheit.

Bei älteren Menschen kann das zusätzlich dadurch begünstigt werden, dass das Durstgefühl mit dem Alter weniger ausgeprägt sein kann.

Eine feste Trinkroutine ist deshalb oft hilfreicher als darauf zu warten, bis Durst entsteht.

Zum Frühstück ein Glas Wasser, ein Getränk zum Mittagessen und nachmittags eine Tasse Tee: Solche kleinen Gewohnheiten lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Auch eine gut sichtbare Karaffe auf dem Tisch kann daran erinnern.

Wer aufgrund einer Erkrankung eine individuell festgelegte Trinkmenge beachten muss, sollte sich selbstverständlich an die ärztliche Empfehlung halten.

Was hat Vitamin D mit dem Herbst zu tun?

Mit den kürzeren Tagen rückt auch das Thema Vitamin D wieder stärker in den Mittelpunkt.

Vitamin D wird zu einem erheblichen Teil durch Sonnenlicht in der Haut gebildet. Mit zunehmendem Alter kann diese körpereigene Bildung abnehmen. Gleichzeitig verbringen manche ältere oder pflegebedürftige Menschen nur wenig Zeit im Freien.

Das bedeutet allerdings nicht, dass im Herbst grundsätzlich jeder zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen sollte. Welche Versorgung im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Gerade ältere Menschen, die nur selten nach draußen kommen, können das Thema bei Gelegenheit in ihrer Hausarztpraxis ansprechen. Präparate sollten nicht ohne Rücksprache in beliebiger Dosierung eingenommen werden.

Ein häufig unterschätztes Herbstthema: weniger Gesellschaft

Es beginnt oft ganz unauffällig.

Im Sommer sitzt man noch vor dem Haus und kommt mit jemandem ins Gespräch. Im Garten gibt es etwas zu tun. Nachbarn sind draußen unterwegs. Freunde schauen spontan vorbei.

Im Herbst wird vieles davon weniger.

Bei Regen bleibt man lieber zu Hause. Am Nachmittag ist es schon dunkel. Eine Verabredung wird verschoben und aus „heute lieber nicht“ wird schnell „vielleicht nächste Woche“.

Vor allem für alleinlebende Seniorinnen und Senioren kann dadurch ein Stück Alltag verloren gehen.

Deshalb sind soziale Kontakte genauso wichtig wie Bewegung oder eine sichere Wohnung. Ein regelmäßiger Telefontermin, gemeinsames Einkaufen, ein Spielenachmittag, ein Spaziergang oder ein Besuch zum Kaffee können eine Woche ganz anders strukturieren.

Angehörige können ebenfalls aufmerksam sein. Zieht sich jemand plötzlich deutlich häufiger zurück? Werden vertraute Aktivitäten abgesagt? Wird das Haus kaum noch verlassen?

Nicht immer steckt fehlende Lust dahinter. Manchmal ist es Unsicherheit. Vielleicht ist der Weg allein zu beschwerlich geworden oder die Angst vor einem Sturz ist größer, als die betroffene Person zugibt.

Hilfe im Alltag bedeutet nicht automatisch, Selbstständigkeit aufzugeben

Viele ältere Menschen reagieren zurückhaltend auf das Thema Unterstützung. Verständlicherweise. Wer jahrzehntelang selbst über seinen Alltag entschieden hat, möchte nicht plötzlich das Gefühl haben, dass andere alles übernehmen.

Dabei muss gute Unterstützung genau das nicht bedeuten.

Oft geht es zunächst nur um einzelne Situationen.

Der Einkauf funktioniert nicht mehr so gut, weil schwere Taschen getragen werden müssen. Alleine spazieren zu gehen fühlt sich nicht mehr sicher an. Der Weg zum Arzt ist mühsam. Oder Angehörige merken, dass regelmäßige Besuche neben Beruf und eigener Familie kaum noch zu schaffen sind.

Dann kann stundenweise Betreuung zu Hause eine Möglichkeit sein.

Custor24/7 bietet diese Form der Unterstützung für Seniorinnen und Senioren an, die nicht dauerhaft Betreuung benötigen, aber in bestimmten Bereichen des Alltags Hilfe gebrauchen können.

Je nach persönlicher Situation kann es beispielsweise darum gehen, Gesellschaft zu leisten, bei alltäglichen Tätigkeiten zu unterstützen, gemeinsam Mahlzeiten zuzubereiten, im Haushalt zu helfen oder zu Arztbesuchen und anderen Terminen zu begleiten.

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten kann eine solche Begleitung noch einen weiteren Wert haben: Es gibt einen Anlass, aktiv zu bleiben und den Tag nicht ausschließlich allein zu verbringen.

Wenn zu Hause mehr Unterstützung gebraucht wird

Manchmal sind es zunächst einzelne Aufgaben. Später kann daraus ein deutlich größerer Unterstützungsbedarf entstehen.

Vielleicht benötigt ein Mensch inzwischen täglich Hilfe bei der Körperpflege. Mahlzeiten müssen vorbereitet werden. Das sichere Bewegen im Haus fällt schwerer. Bei einer Demenzerkrankung wird Orientierung zunehmend wichtig. Gleichzeitig kann die Familie nicht jederzeit vor Ort sein.

Viele ältere Menschen möchten dennoch in ihrer vertrauten Wohnung oder ihrem Haus bleiben.

Custor24/7 vermittelt hierfür eine 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause durch Betreuungskräfte aus Osteuropa. Die Betreuungskraft lebt mit im Haushalt und kann je nach vereinbartem Bedarf unter anderem bei Grundpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftlichen Aufgaben unterstützen. Auch soziale Begleitung gehört zum Betreuungskonzept.

Dabei sollte immer die persönliche Situation im Mittelpunkt stehen. Nicht jeder Mensch benötigt dieselbe Hilfe und nicht jede Familie steht vor denselben Herausforderungen.

Custor24/7 bietet deshalb persönliche Beratung an und begleitet Familien bei der Organisation des Betreuungs- und Pflegeeinsatzes. Zum Angebot gehören nach Angaben des Unternehmens außerdem Unterstützung bei organisatorischen Fragen rund um Pflegegrad und Verhinderungspflege.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Familien in den Regionen Rhein, Mosel, Ahr und Eifel.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, über Unterstützung nachzudenken?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort.

Ein guter Zeitpunkt kann aber schon erreicht sein, bevor der Alltag gar nicht mehr funktioniert.

Wenn Einkäufe regelmäßig liegen bleiben, Mahlzeiten ausgelassen werden oder Spaziergänge aus Unsicherheit kaum noch stattfinden, lohnt sich ein Gespräch. Gleiches gilt, wenn Angehörige zunehmend das Gefühl haben, ständig einspringen zu müssen.

Dabei muss das Ergebnis nicht automatisch eine umfangreiche Betreuung sein. Vielleicht reichen wenige Stunden Unterstützung. Vielleicht braucht es lediglich Entlastung bei einzelnen Aufgaben. In anderen Situationen kann eine umfassendere häusliche Betreuung sinnvoll sein.

Entscheidend ist eine einfache Frage: Was würde dazu beitragen, dass der Alltag zu Hause weiterhin gut und möglichst selbstständig funktioniert?

Von dieser Frage aus lässt sich meist besser entscheiden, welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird.

Fazit: Der Herbst darf ruhig etwas langsamer werden

Der Herbst verändert den Rhythmus. Das muss nichts Schlechtes sein.

Für Senioren im Herbst kommt es vor allem darauf an, trotz kürzerer Tage aktiv zu bleiben. Sichere Wege, gutes Licht, regelmäßige Mahlzeiten und genügend Flüssigkeit gehören ebenso dazu wie Gespräche, gemeinsame Unternehmungen und kleine feste Termine.

Und wenn manche Dinge nicht mehr so leicht fallen wie früher, muss daraus nicht sofort ein Verlust an Selbstständigkeit entstehen.

Manchmal ist genau das Gegenteil der Fall: Die passende Unterstützung kann dazu beitragen, Gewohnheiten zu bewahren, weiterhin im eigenen Zuhause zu leben und die Dinge selbst zu tun, die noch gut funktionieren.

Ob dafür eine stundenweise Begleitung ausreicht oder mehr Betreuung benötigt wird, hängt immer von der persönlichen Lebenssituation ab. Custor24/7 berät Familien zu den Möglichkeiten der häuslichen Betreuung und unterstützt dabei, eine Lösung zu finden, die zum Alltag des betreffenden Menschen passt.